Gemüsebrühe selbstgemacht

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Hallo meine Lieben 

Schluss aus Ende, jetzt mach ich meine Gemüsebrühe selber 😉

Ich wurde dafür zwar leicht belächelt, so nach dem Motto, jetzt wirst Du noch zur richtigen Landfrau, aber als ich meine selbstgemachte Brühe dann in kleinen Gläschen zu Weihnachten verschenkt habe, haben sich wieder alle gefreut und waren ruhig 😉

„Was ist denn da drin, und wie macht man die?“

„Tja, Geheimnis einer Landfrau (haha), auf jeden Fall keine Zusatzstoffe wie Hefeextrakt und co. Und man braucht etwas Geduld….“ ♥ ♥ ♥ 

Zutaten für 2 Bleche:

  • 6 Möhren
  • 1 Stück Sellerie (vom Gewicht her etwas soviel wie 2 Möhren)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Lauch
  • 5 Zwiebeln
  • 3 Stück Petersilienwurzel
  • 100 g grobes Meersalz
  • 1 EL Thymian getrocknet

(alternativ könnt Ihr einfach 2 Packungen Suppengemüse nehmen, welches man ja meist in der Gemüseabteilung schon fertig zusammengestellt findet, das passt ungefähr von der Menge, Ihr benötigt dann nur noch zusätzlich das Salz)

Zubereitung:

Jetzt braucht Ihr ein bisschen starke Nerven, bzw. starke Arme oder Ihr lasst eine Küchenmaschine ran, die Gemüse reiben kann. Oder natürlich nen Kerl 😉 Ich habs alleine gemacht, von Hand natürlich 😉 Alles noch dran 😉

Denn nun werden die Möhren, der Sellerie und die Petersilienwurzel mit einer Küchenraspel gerieben und erstmal auf Küchenpapier ausgelegt.

Den Lauch, die Zwiebel und den Knoblauch sehr, sehr fein hacken.

Alles vermengen und auf zwei  Backblechen verteilen und nun gehts ans Trocknen.

Dafür schaltet Ihr Euren Backofen auf 70 Grad Umluft und schiebt die Backbleche hinein. In die Backofentür klemmt Ihr einen Kochlöffel, damit die Tür ein bisschen auf ist, das muss sein, damit die Flüssigkeit aus dem Gemüse und dann aus dem Ofen verschwindet.

Euer Gemüse muss jetzt wirklich komplett trocknen. Das dauert ein paar Stunden. Bei mir hat es 6 Stunden gedauert. In der letzten Stunden habe ich den Ofen auf 100 Grad hochgestellt und das Salz noch mit dem Gemüse vermengt.

Einmal pro Stunde habe ich das Gemüse immer mal ein bisschen auseinander gerupft und gewendet, damit es auch wirklich richtig trocknet.

Holt es bitte erst dann raus, wenn es komplett trocken ist, und zwar so trocken, dass wenn Ihr es zwischen den Fingern etwas reibt, zerbröselt. Es muss also knusprig sein.

Wenn Ihr Euch unsicher seid, dann lasst es einfach noch über Nacht im ausgeschalteten, offenen Backofen stehen, damit es noch etwas weiter trocknet, oder stellt das Backblech auf die Heizung.

Ist es dann ganz trocken, mengt Ihr noch den Thymian unter (kann auch weggelassen werden) und gebt es entweder in den Mixer oder in den Mörser zum Zerreiben, wer mag kann diesen Schritt auch auslassen, dann habt Ihr das Brühenpulver aber etwas stückiger.

Ich habe es dann in kleine Marmeladengläser gefüllt, die gut zu verschliessen sind.

Aufbewahrt werden sollte es an einem kühlen und trockenen Ort. So könnt Ihr immer wieder drauf zurückgreifen.

Man benötigt ungefähr für 200 ml Wasser, 2 TL Gemüsebrühe. Mit dem Salzen dann etwas vorsichtig sein, da sie ja schon etwas Salz enthält.

„Hach….ja…..das war schon ne schwere Geburt, aber ich finde es trotzdem irgendwie total toll meine eigene Gemüsebrühe zu haben……und ich weiss….ja…..Energieverschwendung…..ja…..aber das war es mir doch irgendwie wert ;-)“

Und, wer mag es mal ausprobieren, oder hat es schon ausprobiert?

Hinterlasst es mir gerne in den Kommentaren, ich bin gespannt.

Eure Sandra ♥

P. S. Während des Trockenvorgangs duftet es schon ganz schön nach Gemüse im Haus, also wenn Euch das stört, am besten Küchenfenster kippen. Ich hatte nachher in beiden Handtaschen, die in der Küche standen einen herrlichen Gemüsegeruch 😉 Oh mann, oh mann, typisch ich mal wieder

Kommentare

  1. Ich danke Dir sehr für dieses Rezept. ich habe mich gerade gestern im Bioladen noch heftig darüber geärgert, daß man in der Richtung aber auch wirklich gar nichts ohne Zucker, Glutamat und/oder Hefeextrakt kaufen kann, eine Schande.
    Das werde ich am Wochenende ausprobieren.

    Liebe Grüße, Melanie

    • Hey Melanie,
      dann kommt das ja wie gerufen, vielen Dank für Deinen Kommentar und ich freue mich, dass Du es ausprobieren möchtest. Schau nur immer zwischendurch mal nach, die Backöfen variieren ja immer etwas….
      Das ist ja wirklich ärgerlich, grad im Bioladen, das hätte ich jetzt nicht gedacht.
      Ich würde mich super freuen, wenn Du mir ein Feedback gibst, wie es geklappt hat mit der Brühe 🙂
      Ich wünsch Dir ein fröhliches Schnibbeln 😉
      Viele liebe Grüße,
      Sandra

      • Hallo nochmal,

        hat ein wenig gedauert, aber hier mein Feedback: Es hat wirklich ganz wunderbar geklappt, ich bin nur zeitlich nicht gleich dazu gekommen. Man muss ja schon einen ganzen Tag einplanen.
        Ich habe jetzt schon 2 Durchgänge hinter mir und habe beim 2. Mal den Thymian weggelassen. Der war mir ein wenig zu dominant beim Kochen.

        Danke nochmal für die tolle Inspiration!

        glg, Melanie

        • Hallo Melanie 🙂
          Schön, noch mal von Dir zu lesen. Freut mich, dass es Dir jetzt schon zum zweiten mal geschmeckt hat 😉 Und das mit dem Thymian ist wirklich nicht jedermanns Sache, kann ich gut verstehen 😉 Hab noch einen schönen Abend.
          Liebe Grüße, Sandra <3

  2. Hallo Sandra

    Coole Sache- ich werd das auch versuchen.
    Aber….. wie klein ist denn klein schibbeln? In Scheiben raspeln? Stifte??

    • Hey Steffi, cool, das freut mich 🙂 Also das Gemüse raspeln, ich sag mal wie mit einer Parmesanreibe und die Zwiebeln, Lauch und Knoblauch einfach relativ fein stückeln, also ich sag mal, so fein es irgendwie geht. Dann trocknet es besser

  3. Hallo, liebe Sandra!
    Ich habe im November zum ersten mal selber gemacht.
    Habe mich immer wegen der langen Trocknungszeit im Backofen davon abhalten lassen …
    Aber es lohnt sich wirklich, ich stimme Dir voll zu.
    Daher freue ich mich ganz besonders über Dein Rezept 🙂
    Schöne Grüße, Margot

    • Hallöchen Margot,
      wie schön von Dir zu lesen 🙂 Ich finde auch, dass es sich lohnt, wobei es schon echt Wahnsinn ist, wie wenig da eigentlich bei rauskommt 😉
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende <3
      Liebe Grüße, Sandra

  4. Habe sie bereits getestet. Das ist eine tolle Sache und geschmacklich sehr gut. Endlich eine Brühe, die man bedingungslos empfehlen kann, und alles Natur.
    Liebe Grüße

    • Hallo Jennifer 🙂
      Dankeschön für Deinen lieben Kommentar. Ich freue mich darüber 🙂
      Schön, dass Dir das Rezept gefällt und dass meine Freude am Kochen auch damit rüber kommt 😉
      Ich schicke Dir ganz liebe Grüße zurück auf die Seiner Alm.
      Sandra <3

  5. Ich folge dem Blog noch nicht so lange, aber dieses Rezept ist total super!!! Und so einfach. Ab jetzt gibt’s nur noch selbstgemachte Brühe 🙂
    Liebe Grüße

    • Hallo Barbara,
      ganz lieben Dank <3 Ich freu mich, dass Du schon was ausprobiert hast und auf meinen Blog gestoßen bist 🙂
      Vielen Dank für Dein tolles Feedback.
      Hab einen schönen Tag <3
      Sandra

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